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Die Ausrichtung der Räume

Die Ausrichtung der Räume kann durchaus ein bedeutsamer Faktor sein, wenn es um Helligkeit, Wärme oder Kühlung deines Zuhauses geht. Die Ausrichtung der Räume kann durchaus auch wirtschaftliche Auswirkungen haben.

Rein geographisch, als Teil unseres Sonnensystems und gemeinsam mit den anderen Planteten, dreht sich die Erde, um die Sonne und braucht dafür 365 Tage. Zudem dreht sich die Erde auch gleichzeitig auf der eigenen Achse. Je nachdem wo sich die Erde in der Umdrehung um die eigene Achse und um die Sonne gerade befindet, ist die Sonneneinstrahlung auf der Welt unterschiedlich.




Die verschiedenen Ausrichtungen

Grundsätzlich gibt es vier Himmelsrichtungen: Nord, Ost, Süd und West. Zudem gibt es auch zwischen den einzelnen Himmelsrichtungen eine weitere Aufteilung in Nord-Ost, Süd-Ost, Nord-West und Süd-West Ausrichtungen.


Die einzelnen Himmelsrichtungen bestimmst du mit entsprechenden Instrumenten wie Kompass, digitalen Uhren, Apps auf dem Smartphone oder richtig old-school durch Beobachtung der Sonneneinstrahlung.


Im Osten geht die Sonne auf, im Norden ist sie nie zu sehen, im Westen geht sie unter und im Süden steht sie mittags am höchsten. Bereits im Kindergarten hast du das bekannte Sprichwort gelernt: (Nord) Nie, (Ost) ohne, (Süd) Seife, (West) waschen. Oder wenn du z.B. morgens dich mit dem Rücken zur Sonne drehst, schaust du in Richtung Westen. Rechts von dir ist Norden und Links von dir ist Süden.


Richtig ausrichten

Plane deinen Grundriss so, dass du die ideale Ausrichtung der Räume mitberücksichtigst. Durch die bessere Ausrichtung der Räume können Energie und Kosten gespart werden.


Nord

Die Zimmer in Richtung Norden sind die kühlsten im Haus. Speziell im Winter macht sich die fehlende Sonneneinstrahlung bemerkbar, dadurch dass keine Sonne auf die Wände scheint, diese nicht erwärmt, sondern die Kälte in die Wände einzieht. Dadurch, dass die Sonne im Norden nie scheint, sind Zimmer mit Nordausrichtung auch meistens nicht besonders hell, im Vergleich zu Zimmern mit einer anderen Ausrichtung. In solchen Zimmern hilfst du mit künstlichem Licht nach. Auf der Nordseite solltest du wenig oder am besten gar keine Fenster anbringen.

Obwohl diese Ausrichtung nicht gerade ideal ist, kannst du Räumlichkeiten nach Norden sehr geschickt nutzen, z.B. als Abstellkammer, Flur, Treppenhaus, Sportraum, Heimkino, Gästezimmer, Hauswirtschaftsraum, usw.


Süd

Räume in Richtung Süden sind die hellsten. Süden wird als die ideale Ausrichtung angesehen, da die Sonne die Zimmer mit Licht durchflutet. Im Winter liegt die Sonne tiefer, strahlt somit direkt in den Raum und erwärmt den Raum auf natürliche Weise. Im Sommer steht die Sonne höher, strahlt nicht direkt in den Raum und überhitzt dieses somit nicht. Um die ideale Sonneneinstrahlung voll auszuschöpfen, solltest du große Fenster einsetzen, z.B. bodentiefe Panoramafenster.

Passend zur anhaltenden Sonneneinstrahlung solltest du diese Ausrichtung für Räume nutzen, in denen du viel Zeit verbringst, so wie Wohnzimmer, Küche, Arbeitszimmer, Hobbyraum, usw.


Ost

Bekanntlich geht die Sonne im Osten auf. Die Einstrahlung verstärkt sich zu den Mittagsstunden hin. Diese Seite ist allerdings nachmittags eher schattig, da die Sonne von Osten nach Westen wandert. In dieser Ausrichtung fallen die ersten Sonnenstrahlen, diese sind allerdings noch schwach und müssen die Umgebung erst aufheizen, demnach solltest du wenig bzw. kleinere Fenster anbringen.

In Räumen mit Ostausrichtung kannst du die ersten Sonnenstrahlen genießen und produktiv sein, z.B. in deiner Küche, im Home Office, im Schlafzimmer, usw.


West

Die Ausrichtung der „Golden Hour“. Nachmittags bewegt sich die Sonne in Richtung Westen, da wo traumhafte Sonnenuntergänge eine magische Atmosphäre zaubern bis die Sonne untergeht. Im Sommer bekommen Zimmer mit Westausrichtung am meisten Sonne. Setze große Fenster ein, z.B. bodentiefe Panoramafenster, um die Einstrahlung voll auszuschöpfen.


Du solltest die Zimmer nach Westen ausrichten, in denen du dir viel Sonnenlicht wünschst und in denen du dich ab Mittagszeit länger aufhältst wie z.B. Arbeitszimmer, Wohnzimmer, Küche, usw.


Sie strahlt dich an

Die Sonnenstrahlen sind reich an UV-B-Strahlen. Am stärksten ist die Sonneneinstrahlung zwischen 11Uhr und 15Uhr, dann wenn sie am höchsten steht, nämlich um die Mittagszeit. Die Stärke der Strahlung, also der Anteil an UV-B-Strahlen, ist je nach Jahreszeit unterschiedlich. Im Sommer ist die Strahlung am stärksten, im Winter am schwächsten. Im Frühling nimmt sie an Intensität zu, im Herbst nimmt sie an Intensität ab. Die Intensität der Sonneneinstrahlung sollte als relevanten Faktor berücksichtigt werden, wenn du dir Gedanken machst, wo du dein Photovoltaik anbringst oder in welche Richtung du deine Terrasse oder Balkone haben möchtest.

Baust du neu und baust einen Rohbau, nicht aus Trockenbau oder Holz, dann solltest du auch die Sonneneinstrahlung und speziell die Intensität dieser berücksichtigen, wann es günstig ist Baumaterialien schnell und sicher trocknen zu lassen. Gleichzeitig solltest du auch die Niederschlagswahrscheinlichkeit und die Feuchtigkeit in der bebauten Lage berücksichtigen. Sonneneinstrahlung und Wärme sind durchaus wichtige Faktoren die du berücksichtigen solltest, um eine nicht ausreichende Austrocknung des Baumaterials, welches Schäden mit sich bringt, zu vermeiden.


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